Mein Alfa Romeo 1900 C Pinin Farina Coupe Baujahr 1953, Fahrgestellnr. *1308 1510

Wir haben das Auto durch Zufall bei einem kleinen Händler in Italien entdeckt und uns sofort in das wunderschöne Coupe “verguckt”

Das Archivio Storico Alfa Romeo wusste, daß das Auto am 29.Sept. 1953 hergestellt wurde und am 11.Nov. 1953 an Mr. Vassili di Fabio in Florenz ausgeliefert wurde. Leider wissen wir über den weiteren Weg des Coupes nicht viel mehr. 2001 fand es den Weg nach Holland, dann nach Italien. Am 22.11.2002 brachte ich den Alfa dann nach Guldental. Die Restaurierung wird nun einige Zeit brauchen. Ich will versuchen, ab und zu auf diesem Weg über den Stand der Dinge zu berichten, natürlich auch mit einigen Bildern.

In meiner Hobbywerkstatt im November 2002, Technik noch bis auf Motor und Getriebe noch weitgehend montiert.

Im Laufe der nächsten Monate zerlegte ich das Auto komplett. Jedes Teil, jede Schraube wurde beschriftet. Nach und nach stellte sich heraus, daß die angefangene Restaurierung sehr unprofessionell ausgeführt worden war. Dies hatte zur Folge, daß viele der neu eingeschweissten Bleche wieder herausgetrennt werden mussten.

Fahrzeug in Belgien etwa im Jahr 1990

Nach dem Sandstrahlen im August 2003 zeigten sich weitere Rostschäden. Die “neuen” Schweller, der “neue” Kofferraumboden mussten ebenso wie der heraus wie der komplette Boden im Innenraum.

Der Innenraum ohne Boden, Blech mit spezieller Rostschutzgrundierung versehen

Endlich, Schweissarbeiten werden bald beendet sein.

 Januar 2006

Karrosserie nach dem Sandstrahlen Juli 2003

 

April 2006, vor Abfahrt zum Lackierer

Werkstatt-Tagebuch

November 2002 Überführung aus Italien nach Guldental

Bis Juni 2003 Demontage aller Fahrzeugteile

Juli 2003 Sandstrahlen der Karosserie

Nach dem Sandstrahlen kontrollierte ich die in Italien durchgeführten Schweissarbeiten und entschied, alle eingeschweissten Bleche wieder herauszutrennen

Jetzt im Januar 2005 ist ein Ende der Karosseriearbeiten abzusehen. Die Arbeiten sind nur langsam vorwärts gegangen.

2003 investierten mein Freund Giovanni und ich 80 Stunden, 2004 waren es 215 Stunden.

Der Beruf und andere Einflüsse verhinderten ein schnelleres Vorwärtskommen.

Parallel zu den Schweissarbeiten überholte ich sehr viele Mechanikteile und bereitete diese auf den Einbau vor.

Schwierig gestaltet sich, einen Lieferanten für den für die Sitze verwendeten Wollstoff zu finden. Die Nachfertigung aus Italien ist schlechterer Qualität. Ev. muss ich doch auf Leder zurückgreifen. Auch der Stoff für den Himmel war bisher nicht zu finden.

Eine lange Diskussion gab es über die zukünftige Farbe unseres neuen Schmuckstückes. Die 1953 verwendete Originalfarbe scheidet es, es war Grigio perla. Dies ist eine schmutzig-grau-grüne Farbe. so kann man sich keinen Alfa vorstellen. Entschieden haben wir uns nun für ein dunkles Rot. Die letzte Farbe war wohl in dieser Richtung. Das Auto war wohl mindestens  dreimal lackiert worden (anhand der Farbschichten festgestellt). Leider gibt es keinerlei Unterlagen über die von Pinin Farina verwendeten Farbtöne. Die Vermutung liegt nahe, daß fast jeder Kundenwunsch erfüllt wurde. Im 1900er Buch gibt es nur Farbtabellen vom 1900 Berlina, den Touring Coupes und auch noch vom 1900 Pinin Farina Cabrio.

Inzwischen ist es Ende März und die Blecharbeiten sind immer noch nicht beendet. Jedes von den italienischen Schweißern eingesetzte Blechteil ist inzwischen wieder herausgetrennt, wegen fehlender Passform und /oder undiskutablen Schweissnähten. Die Symmetrie des Vorderbaues lässt auch zu wünschen übrig. Dies ist aber wohl bei der Produktion des Coupes bei Pinin Farina so entstanden, eben reine Handarbeit.

Einen ganzen Tag benötigten wir für die Umarbeitung einer Lancia Aurelia Stoßstange. Das komplette Mittelteil trennten wir heraus und fertigten ein neues an.Jetzt sieht die Stoßstange ziemlich original aus. Die Verchromung steht aber noch aus...

Januar 2006: Die Schweißarbeiten sind nunmehr beendet. Die aus Aluminium gefertigten Haube und Heckklappe haben sehr viel Arbeit bereitet.

Parallel wurde der Motorblock gehont zur Anpassung der neuen Kolben. Die Kurbelwelle ist geschliffen (1. Untermass). Das 4-Gang Originalgetriebe musste einer 5-Gang Ausführung weichen. dazu waren einige Umbauarbeiten notwendig, welche aber hinterher nur schwer zu erkennen sind. Die Alltagstauglichkeit hat Vorrang....

Endlich ist es soweit. Es geht zum Lackierer. Ich habe ca. 3 -4 Monate eingeplant, da die einzelnen Lackaufbauschichten gründlich durchtrocknen sollen. Damit stellt der Fachmann sicher, daß später keine Fehler in der Oberfläche entstehen.

Endlich wieder daheim, seit Ende September 06. Nun kommt die schönste Phase, der Zusammenbau. Viele Teile sind vorbereitet zum Einbau.

Die ersten Kilometer sind nun gefahren, Anfang September 2007. Es bleibt noch einiges zu tun, aber dafür gibt es ja den Winter.

Auch am Motor fehlt noch einiges...

Farben werden falsch wiedergegeben, die Farbe ist das dunkle Alfarot der 50er Jahre.

August 2008 in Assen

Grösstes europäisches Alfatreffen in in Europa.

 

Teilnahme am Concours de´Elegance:

 

2. Platz